Reformation 2017 - Heimatbund Lauenburg

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Reformation 2017

Reformation - 500 Jahre Thesen-Anschlag

Tag des offenen Denkmals 2017
Die allererste Planung für den Tag des offenen Denkmals 2017 sah eine Gemälde-Ausstellung über den Lauenburger Künstler Heinrich Murjahn (im Kopf dieser Seite ein Gemälde von ihm) vor. Jedoch kam uns ein anderer Veranstalter zuvor, so dass wir ein neues Thema brauchten. Was lag näher, als auch hier in Lauenburg die Reformation der Kirche zu behandeln? Und wer wäre besser geeignet als die Lauenburger Historikerin und Archivarin beim Kirchenkreis-Lübeck-Lauenburg, Frau Dr. Claudia Tanck?
Foto oben: Dr. Claudia Tanck (ganz links) sprach einleitende Worte zur Eröffnung der Plakatausstellung. MM

Bild unten: Plakat-Ausstellung: Reformation im Herzogtum Lauenburg, Inhalt. MM
Frau Tanck hatte bereits in ihrem im Dezember 2016 erschienenen umfangreichen Buch „Salz der Erde - Licht der Welt“ ausführlich zur Kirchengeschichte zwischen Elbe und Trave geforscht. Dies hatte sich bis zum Bürgerverein Wentorf bei Hamburg herum gesprochen, wo sie im März 2017 zum Thema referierte. Der gleiche Vortrag konnte also auch hier in Lauenburg am 10. September zu Gehör gebracht und dazu die von Herrn Manfred Maronde ausgesuchten Bilder gezeigt werden.

Da bereits vorher die Wände im großen Versammlungs-Raum im Elbschifffahrts-Museum für eine Plakat-Ausstellung zu den Schiffsneubauten der Hitzler-Werft gedient hatten, bot es sich an, die Bilder und wichtigsten Texte und Stichworte aus dem Bildervortrag auf Plakate zu bringen. Herr Maronde hatte deshalb einen Entwurf erarbeitet und diesen Anfang August zur Begutachtung in einer Vorstandssitzung bei Horst Eggert gezeigt und erklärt. Der Vorstand war erleichtert und einverstanden. So wurden nun 18 Plakate gedruckt und aufgehängt.

Eine Ausstellung wird üblicherweise auch feierlich eröffnet - natürlich am Tag des offenen Denkmals am Vormittag. Um den großen Tisch herum, entlang der Wände unter den Plakaten, hatten sich neben dem Bürgermeister etliche Vereinsmitglieder und Gäste versammelt (Foto oben). Nach den Grußworten sprach Frau Dr. Tanck die wichtigsten Punkte der Reformations-Geschichte an. Die Plakate blieben für die - Eintritt zahlenden - Besucher des Elbschifffahrts-Museums noch bis Dezember hängen.

Bibel-Ausstellung in der Kirche
Was wäre die Kirche ohne Bibel? Es gäbe sie nicht. Horst Eggert trug sich schon lange mit dem Gedanken, Lauenburger Familien um ihre Bibeln zu bitten. Sein Appell lautete: „Haben Sie eine alte, originelle und/oder schöne Bibel? Eine Familienbibel, die Bibel Ihrer Konfirmationszeit oder einen ähnlich besonderen Schatz - und würden Sie uns diesen Bibelschatz für die Ausstellung zur Verfügung stellen? Dann wenden Sie sich doch bitte an Horst Eggert oder an Pastor Billet/Pastorin Burghoff oder Pastor Graffam. Alle Bibeln werden sorgsam behandelt, sind versichert und werden Ihnen nach der Ausstellung wieder zurück gegeben.“

Und die Bücher kamen! Horst Eggert verwahrte sie in seinem Keller. Frau Tanck hat sieben weitere Bibeln aus dem Bestand des Kirchenkreises ausgewählt, deren Transport nach und von Lauenburg sie organisierte. Zwei weitere besonders alte Bibeln wurden von Frau Dr. Mührenberg aus dem Stadtarchiv überlassen.

Die Bibeln und einige Gesangbücher sollten in der Maria-Magdalenen-Kirche zu sehen sein. Dafür wurden zum Schutz der wertvollen Bücher abschließbare Glas-Vitrinen benötigt, die mit einiger Mühe auch beschafft werden konnten. Das Ehepaar Eggert sowie Frau Elisabeth Dähn hatten Kärtchen beschriftet, welches Buch von wem und ggf. mit welcher Erinnerung verbunden war, und mit in die Vitrinen gelegt. Diese Glaskästen wurden in den Gängen und an den Wänden in der Kirche verteilt. Zuvor hatten sich Frau Tanck und Herr Maronde um die formelle Seite gekümmert und Leihverträge mit den Eigentümern nach kirchenamtlichen Vorgaben ausgefertigt.

Am 31. Oktober, dem Reformationstag, wurde die Bibelausstellung in der Maria-Magdalenen-Kirche im Anschluss an den Gottesdienst eröffnet. Natürlich musste auf die kostbaren Bücher auch zu den Besuchszeiten aufgepasst werden, wozu sich genug freiwillige Aufseher bereit fanden. Einen ausführlichen Bericht zur Bibel-Ausstellung hat der Kirchenkreis in seinem Schaufenster-Archiv abgelegt.

Manfred Maronde
Foto oben:
Lauenburgische Kirchenordnung von Herzog Franz II.

Foto unten:
Bibel, gedruckt bei Berenberg in Lauenburg 1774.

Foto rchts: Hinter einer Vitrine mit Bibeln und Gesangbüchern stehen Pastor Ulrich Billet, Kirchenkreis-Archivarin Dr. Claudia Tanck und Vereins-Chef Horst Eggert. MM
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