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Jubliäum - Heimatbund Lauenburg

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Jubliäum

Jubiläum 100 Jahre

Ansprache des Vorsitzenden am 10. Oktober 2026
Die Gründung des Heimatbundes in Lauenburg war zwar schon Mitte August 1926. Zu einer Feier mit festlichem Essen lud der Vereinsvorstand für den Sonnabend-Mittag, 10. Oktober 2026, in das Hotel, Restaurant und Café „Bellevue“ (siehe Links) ein, das dem Mitglied Thomas Timm gehört. Herr Maronde nannte zunächst seine Motive, in den Verein einzutreten, und betonte, auf was ihm ankommt, wozu dieser Verein dient. Diese Worte richtete er an die 40 Gäste aus der Bezirksgruppe Lauenburg, Mitglieder anderer Bezirksgruppen und vom Vorstand auf Kreisebene.

Vorweg eine Frage: Wozu braucht es diesen Verein? Dies war für mich vor fast 40 Jahren – damals war ich noch ein junger Mann – aktuell. Mir ging es um die zahlreichen Tagesfahrten und auch um die große Exkursion nach Berlin, die von Mölln aus durch Herrn Lothar Obst († 2013, Foto rechts) organisiert wurden. Zu geschichtlichen Themen wurden in der örtlichen Presse Abendvorträge angekündigt, die ich oft besuchte. Und so kam ich auf den Geschmack, mich dem Verein anzuschließen. Das Vereinshandwerk lernte ich von Alfred Flögel. Die Jahre danach zog ich beruflich als Bankkaufmann durch vier Sparkassen in vier Bundesländern, blieb dem Heimatbund und Geschichtsverein jedoch immer treu. 2010, aus dem Bankberuf inzwischen ausgeschieden, zog ich hierher nach Lauenburg. Seitdem lebe ich mit meiner Partnerin Dr. Claudia Tanck, bekannt als Historikerin und Stadtführerin, zusammen. So viel zu meiner Person.

Noch einmal: Wozu dient dieser Verein? Nun ja, da schaut man erst einmal in seine Satzung. Damit will ich Sie aber nicht quälen. Themen wie Heimatpflege und Heimatkunde, Umwelt- und Denkmalschutz stehen obenan. Veranstaltungen - Vorträge und Ausflüge - wie eingangs genannt füllen den Vereinszweck mit Leben aus. Und hier hat der Heimatbund und Geschichtsverein mit seinen sieben Bezirksgruppen im Kreis Herzogtum Lauenburg über die Jahrzehnte so einiges vorzuweisen.

Dies ist die praktische Seite. Aber es geht um mehr. Es geht um das Wissen über unsere Stadt, ihrer Häuser, ihrer Bewohner, und deren Beziehungen zum Umland. Und hier wurden im Laufe der hundert Jahre echte Schätze geschaffen. Ich darf Ihnen hierzu einige Namen nennen: Postmeister Johannes Friese, den Sammler; Theodor Götze, den Museumsleiter und Vereinsleiter; Wilhelm Hadeler, den Schiffskonstrukteur und Heimatforscher; und nicht minder Jacob Kron, den Museumsleiter und Autor in der Zeitung „Rufer“.


Diese vier Männer haben über Jahrzehnte Wissen gesammelt und aufgeschrieben. Wir finden ihre zahlreichen Aufsätze in den Zeitungsbeilagen „Das Land an der Elbe“ aus den 1920er und 1930 Jahren, aus unserer kreisweit heraus gegebenen Schriftenreihe „Lauenburgische Heimat“ und anderen Druckwerken. Alle paar Wochen erreichen mich Anfragen von überall her – und ich weiß, wo ich nachschlagen kann. Hinzu kommen die „Chronik der Stadt Lauenburg/Elbe“ von 1993 und die Bücher vom 2025 verstorbenen Prof. Eckardt Opitz „Das Herzogtum Lauenburg – Seine Geschichte in Texten, Bildern und Dokumenten“ und das „Biografische Lexikon Herzogtum Lauenburg“. – Mehr über die Ehrungen verdienter Mitglieder und zu den genannten Büchern finden Sie auf unserer Website www.heimatbund-lauenburg.de.

Wie das Online-Lexikon Wikipedia (externer Link) mir im neuesten Brief schrieb, geht es um die Wahrheit. Moderne Suchmaschinen aber laufen häufiger in die Irre, so werden Fehler zu Quellen, und Halluzinationen zu scheinbarem Wissen. Dem stemmen wir uns entgegen und stützen uns auf die überlieferten Texte der genannten Autoren. Frau Dr. Tanck und ich als Vorsitzende dieses Vereins verfolgen diesen Bildungsauftrag mit Nachdruck. Unterhaltung und Vergnügen sollen dennoch nicht zu kurz kommen. Ich lade Sie dazu ein: Machen Sie reichlich Gebrauch von unserem Angebot an Veranstaltungen, erwerben Sie Wissen über unsere Heimat und geben Sie es an die nächste und übernächste Generation weiter. Dann brauchen wir nicht bange sein über den künftigen Fortgang unseres Vereins.

An dieser Stelle lassen Sie mich Dank sagen. Da ist zum einen die Stadt Lauenburg (siehe Links), die als Eigentümerin des Elbschifffahrtsmuseums (siehe Links) dem Vorschlag unseres Mitgliedes und zeitweiligen ehrenamtlichen Leiters, Herrn Joachim Kedziora, gefolgt ist, einen Vortragsraum im Obergeschoss zu schaffen, den wir gern zu Lichtbildvorträgen und hin und wieder zu Ausstellungen nutzen. Hinzu kommt die neue Stadt- und Schulbücherei im „Stappenbeck“ (siehe Links), wo unter anderem unser Stadtarchivar Dr. Lukas Schaefer  über seine Recherchen spricht. Ihm sei gedankt für das Bereitstellen von Akten aus dem Stadtarchiv (siehe Links), die zu meiner Überraschung mit „Nachlass HGV“ beschriftet sind. Da sind auch die zahlreichen Referenten, die zu uns nach Lauenburg kommen und die Ergebnisse ihrer Forschungen vortragen und einige davon in unserer Schriftenreihe „Lauenburgische Heimat“ veröffentlichen. An dieser Stelle wären eigentlich auch die örtlichen Presseorgane (siehe Links) zu nennen. Jedoch haben sich die beiden regionalen Tageszeitungen „Bergedorfer Zeitung“ und „Lübecker Nachrichten“ sehr zurückgezogen und führen keine echten Lokalteile mehr. Der Wochenend-Anzeiger aber bringt unsere Ankündigungen meistens in alle Haushalte. Gern nenne ich an dieser Stelle auch zwei unserer treuesten Mitglieder: Frau Margot Wegner mit ihren Lesungen im „Himmelsgarten“ auf dem Friedhof (Foto links, siehe Links) und Hans-Dieter Zerbe mit seinen vogelkundlichen Exkursionen.

Lesen Sie bitte auch die Grußworte von Bürgermeister Thorben Brackmann (PDF, 256 kB).
1. Vorsitzender:
Manfred Maronde
Telefon: 0 41 53 / 5 99 08 48
E-Mail: Manfred.Maronde@t-online.de
2. Vorsitzende:
Dr. Claudia Tanck
Telefon: 0 41 53 / 27 14
E-Mail: CTanck@t-online.de

© 2019 - 2026  Heimatbund und Geschichtsverein,
D-21481 Lauenburg

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